Das preisgekrönte Web Design Studio Fantasy Interactive aus Stockholm, Schweden nennt sich von nun an Fi – The Interactive firm. Fernab der etwas inkonsequenten Groß-Klein-Großschreibung ist es ein mutiger Schritt einen so bekannten Namen radikal abzuändern. Gleichzeitig läuten die Schweden, die zuletzt mit herausragenden Microsites wie Mario Kart Wii und Porsche Bloodlines auftrumpfen konnten, einen neuen Trend ein: die Abkehr von Flash bei Websites von Web Design Studios, die vornehmlich mit Flash Seiten Erfolg haben.

Bei teils weit weniger umfangreichen Design Portfolios ließ sich dieser Trend schon im letzten Jahr verfolgen. Ob Pflegeaufwand, Usability, Accessibility oder Suchmaschinenfreundlichkeit dabei vordergründig waren, sei dahingestellt. Fakt ist, dass es ein eigener, vielleicht neuer Weg ist, der jüngsten vergleichbaren Relaunches wie dem von Firstborn Multimedia etwa entgegengeht, dem aber eventuell weitere Studios folgen könnten.

zur Website

Schaut man sich die neue Website von Fantasy Interactive genauer an, fällt auf, dass hier auf Höhe der Zeit aber eben auch ein Stück typisch skandinavisch gestaltet wurde. Klar und aufgeräumt mit wenig Farb- und Typografie-Akkzenten und beinahe langweilig präsentiert sich das schwedische Studio auf den ersten Blick. Überdacht werden die Seiten mit einem schier übermächtigen schwarzen Header-Bereich, dem mehr Funktion und Inhalt zuteil wird als man es vielleicht gewohnt ist.  Das ist aber nicht gewagt, sondern auch inzwischen Usus bei Websites von Unternehmen, vornehmlich im englischsprachigen Raum. Gleiches gilt auch für den inzwischen obligatorischen Einsatz von JavaScript und AJAX bei (weitgehend) flashlosen Websites.

Besonders im Bereich WORK spielt Fantasy Interactive, besser gesagt Fi ihre hauseigene Klasse im Bereich der Programmierung aus. Von der Gestaltung her spielt die Website ebenfalls auf höchstem Niveau: Dezente Grauabstufungen und Schriftgrößenvarianten (Arial und Tahoma als Systemschriften) ordnen Sidebar- und Hauptinhaltsbereiche, dessen Layout-Grid immer wieder geschickt aufgebrochen und aufgelockert wird. Im Grunde genommen wurde bei dieser Website durch die Bank weg ganze Arbeit geleistet. Es gibt wenig bis gar nichts, was man an dieser Seite auszusetzen haben könnte, vorausgesetzt man befreit sich davon, dass man eventuell lieber Flash im Einsatz gesehen hätte.

Wer denkt, es wird komplett auf Flash verzichtet, der liegt falsch. Einzelne Flash-Produktpräsentationen sind dezent eingebettet und nicht zu vergessen der beliebte und lesenswerte think swedish Blog bleibt weiterhin in Flash. Weil es so Erfolg hat, weil es sonst keiner so macht und oder weil keine Not zur Änderung besteht, der Grund bleibt fürs Erste verborgen.

www.f-i.com