WWF Relaunch

Kampagne · 15. Februar 2012

Die deutsche Sektion der weltgrößten Umweltschutzorganisation WWF hat seit gestern eine neue Website. Der Relaunch hatte das nachvollziehbare Ziel, die Besuchszahlen und Seitenaufrufe zu steigern und eine höhere Verweilsdauer der Nutzer zu erreichen, um somit die Wahrnehmung der verschiedenen Naturschutzprojekte zu steigern und letztlich auch die Spendenbereitschaft zu fördern.

„Mit dem neuen Internetauftritt möchten wir noch mehr Menschen für den Umweltschutz begeistern. Auf der neuen WWF.de ist es jetzt noch einfacher, sich über unsere Arbeit zu informieren und selbst aktiv zu werden“
– Sönke Kranz (Leiter Internet beim WWF Deutschland)

Verantwortlich für die Umsetzung ist die Berliner Agentur aperto, die kürzlich erst einige Webpräsenzen der Bundesregierung optisch und technologisch in dieses Jahrzehnt transportierten.

„Um das Ziel von einem höheren Spenden-Aufkommen und -Einnahmen zu erreichen (sprich Optimierung des Anmeldeprozesses und des Use-Case “Spenden”), wurde vor allem an der Zugänglichkeit in die Projekte und den Spendenbereich gearbeitet und die User Experience auf der Website optimiert.“
– Sebastian Waters (aperto)

Die Gestaltung der neuen Website richtet sich an den Vorgaben des neuen WWF Corporate-Designs aus und versucht gemäß eigenen Angaben nah am Styleguide für Print zu bleiben. Das Farbschema ist eines der auffälligsten und schönsten Aspekte der Website. Leichte Beige- und Brauntöne dominieren und werden moderat mit Grüntönen akzentuiert. Ein Magenta signalisiert besonders wichtige Punkte. Die Website wirkt im Ganzen beinahe „ungebleicht“ oder auf Naturstoffe „gewebt“. Durchaus förderliche Assoziationen für eine Umweltschutzorganisation. Besonders positiv fällt auch das prominente Flyout Menü der Hauptnavigation und der einfache Spendenvorgang auf.


Das Feedback der Nutzer scheint bislang überwiegend positiv auszufallen. Umgewöhnung ist jedoch immer ein langsamer Prozess. Und wenn auch der eingesetzte, auffällig schmal laufende Webfont mit einer serifenlosen Arial/Helvetica eine ansprechende Allianz eingeht, so will die Georgia gefühlt nicht auf Anhieb zu 100 Prozent harmonieren. Ein weiterer minimaler Kritikpunkt wäre der Fußzeilenbereich, der zugegeben auch mehr Navigationspunkte aufnehmen bzw. doppeln könnte, um die Navigation nicht nur auf den Bereich links (und) oben zu beschränken.

Von der technischen Seite her wird auf Altbewährtes gesetzt. TYPO3 fungiert als Content-Mangement-System und XHTML Transitional als Auszeichnungssprache. Responsives Web Design fehlt (noch).

Alles in allem ist der Relaunch sehr gut gelungen. Das Design wirkt stimmig, die Informationsarchitektur nachvollziehbar, die Inhalte sind gut und informativ. Eine Website, die man schnell versteht, gerne besucht und bedient.

www.wwf.de