Ist es ein Vogel? Nein, es ist twitter. Heute hat twitter seinen modifizierten oder besser gesagt simplifizierten neuen Twitter Bird vorgestellt. Eine erste gute Frage wäre „War das notwendig?“. Eine noch bessere „Warum ist das jetzt so eine große Sache?“. Richtig viel getan hat sich eigentlich nicht, oder doch? Rein semantisch steckt auf jeden Fall mehr dahinter als man auf Anhieb erkennt.

Zu der Gestaltung: Der Vogel fliegt jetzt frisch rasiert und windschnittiger (mehr) direkt nach oben, zum Himmel, zur Venus oder Sonne. Böse Zungen behaupten das Twitter Team hätte das Rotieren-Werkzeug entdeckt und brannte darauf, nach geglückten „Gehversuchen“ sofort ein neues Logo zu präsentieren. Neutral betrachtet könnte die veränderte Flughaltung auch nahelegen, dass es sich beim Twitter Bird um einen Kolibri handeln soll – trotz des kümmerlichen Schnabels. Zuvor wirkte der niedliche, stets umtriebige blaue Vogel eher wie ein Spatz. Auch vielleicht wegen der Redewendung „Die Spatzen pfeifen es von den Dächern“, welche prima auf den Service zutrifft.

Starting today you’ll begin to notice a simplified Twitter bird. From now on, this bird will be the universally recognizable symbol of Twitter. (Twitter is the bird, the bird is Twitter.) There’s no longer a need for text, bubbled typefaces, or a lowercase “t” to represent Twitter.

Ungeachtet der sich entfachenden ornithologischen Diskussion ist die größte Veränderung die Entfernung des Schriftzuges. Twitter ist kühn und selbstbewusst. Twitter braucht seinen Namen nicht unter eine der stärksten Bildmarken des 21. Jahrhunderts zu setzen. Und seien wir ehrlich, so richtig hübsch war der twitter Schriftzug mit seinem „Web2.0-Rost“ in all seinen Jahren und Variationen nie. Alte Zöpfe kann man auch abschneiden und eine Marke wie twitter kann man gleichzeitig in die Sphären von Nike, Mercedes-Benz oder auch Shell führen.

Nun also ist twitter ein Vogel. Und ein Vogel, jedenfalls ein blauer ist twitter. Deal with it!

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