Gimme Bar

Diverses · 8. Januar 2012

Vor mehr als zweieinhalb Jahren gab es hier im Design Journal einen Artikel zum Thema Visual Bookmarking Plattformen. Lang, lang ist’s her, Zeiten ändern dich, Nichts ist beständiger als der Wandel. Gemeinplatz Ende. Mittlerweile gibt es mit Designspiration eine fantastische Alternative zu FFFFOUND. Und so mancher fast jeder hat für allerlei Gebrauch den einen oder anderen Tumblr. Der herausragende Erfolg von Pinterest wird bestimmt auch kaum einen verborgen geblieben sein. Und bei allen genannten handelt es sich um dankbare und konkurrenzfähige Lösungen, um visuelle Fund- und Schmuckstücke abzusichern, im Gedächtnis zu behalten, ins Album einzukleben.

So weit, so gut. Aber wer oder was ist Gimme Bar? Nun, vereinfacht gesagt ist Gimme Bar ein Cloud Service, der einem erlaubt Inhalte aus dem Web abzuspeichern – nach eigenen Angaben für die Ewigkeit. Da gibt es doch schon so viele von. Richtig! Da gibt es eine heitere Melange von Anbietern, die im Prinzip genau den gleichen Service liefern. Gimme Bar ist genau genommen sehr ähnlich wie Pinterest, nur etwas glanzloser verpackt, etwas weniger auf Social Networking ausgerichtet und nicht ganz so erfolgreich, was eventuell zusammenhängen mag.

Achtung! Und jetzt kommt ein Alleinstellungsmerkmal. Gerade für (Web) Designer hat Gimme Bar eine Funktion, die sonst keiner hat: «Gimme the Page». Man findet eine Website, die eine fantastische Gestaltung besitzt, möchte diese in Erinnerung behalten, zur Inspiration nutzen, ausdrucken und rahmen oder schlichtweg „haben“. Ein Klick auf das Bookmarklet und dann «Gimme the Page» wahlweise öffentlich oder privat klicken und schon ist die Website samt URL abgesichert. So einfach. Fantastisch wird es dann, wenn man wenige Minuten später in der eigenen Kollektion einen grandiosen Screenshot bzw. Page Grab vorfindet, der seinen Namen auch verdient. Hier ein paar Beispiele.

Hat Gimme Bar eine Desktop-Applikation? Nein. Braucht es eine? Nein eigentlich nicht, fernab des Browsers ist es nicht wirklich hilfreich. Kostet es was? Nein. Erstmal nicht. Es handelt sich um das vielfach bewährte Freemium Geschäftsmodell. Es gibt also eine Upgrade Möglichkeit. Aber ähnlich wie bei dropbox wird man zunächst zu nichts gezwungen. So genug mit der unbezahlten Werbung. Probiert es aus!

www.gimmebar.com