Adobe CS4 Release

Diverses · 24. September 2008

Die Creative Suite von Adobe galt bei Einführung im Jahre 2003 mit dem ersten Release als Geniestreich. Zum einen wurden die zuvor autonomen Produkte besser verzahnt und zum anderen wurde durch die nicht unerhebliche Ersparnis gegenüber dem Einzelerwerb der Komponenten (Point Products) oft zwangsläufig die angestrebte homogene Produktionsumgebung erschaffen. Mit der Übernahme Macromedias durch Adobe im Jahr 2005 stellte zuletzt die Adobe Creative Suite 3 das “größte Update aller Zeiten” in der langjährigen Unternehmensgeschichte dar. Doch schon im Frühjahr 2008 nährten sich die Gerüchte über das nahende nächste Release. Seit dem 23. September ist die Adobe Creative Suite 4 offiziell angekündigt.

Im großen Update Jahr 2007 (Office 2007, Windows Vista, Mac OSX Leopard) stellte die Adobe Creative Suite 3 noch ein “must-have” dar. Nicht nur die überzeugende neue Bedienoberfläche und die Integration von Flash und Dreamweaver (bei gleichzeitiger “Auflösung” der Produkte GoLive und FreeHand) machten das Nachkaufen / Updaten besonders schmackhaft, ein großen Anteil am Erfolg der Creative Suite 3 trugen auch vorgeschaltete Microsites und nicht zuletzt die lange im Voraus veröffentlichen Beta-Trials von Zugpferden wie Photoshop. Lediglich die undurchsichtige Produktpalette der einzelnen Suites und die verbundene Preispolitik – es wurde gewitzelt, ob man für die Master Collection Organe spenden müsste – minderten bedingt die Kaufentschlossenheit der Kunden.

Die Adobe Creative Suite 4 kann nicht mit einer neuen Übernahme von bekannten Applikationen glänzen, sie enthält wie die .3-Zwischen-Versionen den neuesten Acrobat, bietet mit Tab-Unterstützung ein wiederum erweitertes GUI und neben marginalen neuen Features hier und da soll ihr wesentliches Trumpf angeblich und nur für PC Systeme in der 64-Bit Unterstützung liegen. Bei den Beta-Trials hielt man sich vornehm zurück: Dreamweaver CS4 und Soundbooth CS4 ließen sich einzig erspähen und vortesten, nicht unbedingt die Adobe-typischsten Produkte. Schützend muss man aber eingestehen, das gerade Dreamweaver lobenswert “erwachsen” wird und sich mehr und mehr den Programmierern nähert und von dem Status des bloßen WYSIWYG-Editor löst.

Bei den Releaseterminen gibt man sich wie (leider auch) bei der Preispolitik traditionell. In Deutschland wartet man gut zwei Monate mehr (Oktober vs. Dezember 2008) auf die “eingedeutschte” Version und zahlt anscheinend einen 1 Dollar = 1 Euro Wechselkurs. Updates von CS1 auf CS4 scheinen preislich nicht weit entfernt wie die von der Vorversion. Neu ist allerdings, dass man die einzelnen Suites nicht über Monate verschleppt, sondern relativ zeitnah veröffentlicht. Die Vorversionen der Design und Web Suites wurden bspw. im April 2007 veröffentlicht, während die Production Suite und die Master Collection bis zum Juli auf sich warten ließen.

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